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Hundeschule Aachen - Kinderlieb

Kinderlieb

Und der zweite Begriff, der irreführend ist, ist der Begriff des wesensfesten Hundes.

Bekannt ist das Wolfserbe unserer Rasse, das sich in manchen Situationen in Angst und Unsicherheit vor Unbekanntem ausdrückt.
Sogenannte Fachleute sind dann schnell mit dem Urteil des "nicht wesensfesten" Hundes zur Stelle und zeigen damit, wie wenig sie eigentlich wissen.

Denn gerade die Ängste sind es, die zum Beispiel dem Wolf das überleben bis heute gesichert haben. Kein Tier wurde in der Geschichte so gehasst und verfolgt wie der Wolf - und doch hat er überlebt, weil er rechtzeitig gelernt hat, Angst zu haben.

Natürlich sind die Ängste beim Hund bei weitem nicht mehr so ausgeprägt wie beim Wolf, er muss nicht mehr im Spannungsfeld von freier Natur, von Jagd und Verfolgung leben und die Domestikation hat das ihre beigetragen.

Aber der Wolf, der sich auf den ersten Bären stürzt, den er in seinem Leben sieht, ist ein toter Wolf und der Hund, der sich auf alles stürzt, was ihn verunsichert, ist auch nicht wesensfest sondern verhaltensgestört.

Es würde jetzt den Rahmen sprengen, die vielen verschiedensten Definitionen zu erläutern, die es zum Begriff des Hundewesens gibt. Es gibt sie von zahlreichen Verhaltensforschern, Biologen, Kynologen etc., aber eine gemeinsame Definition gibt es nirgends. Der richtige Ansatz kann aber nur sein, das Wesen als die Summe aller ererbten und erlernten Verhaltensweisen zu sehen - und "fest" könnte für konstantes Verhalten in vergleichbaren Situationen stehen.

überhaupt wäre es besser, nur von Wesenseigenschaften zu sprechen, dann könnten wir uns das Gerede über Wesensfestigkeit ersparen.



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